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Studentenproteste: Unterschied

In der darauffolgenden Zeit kam es zwar immer wieder zu studentischen Demonstrationen, jedoch weisen diese sehr große Unterscheide zu den Protesten der "68er" auf. Wichtigster Unterschied ist, dass es sich bei allen größeren Aktionen um Demonstrationen zu einem bestimmten Sachthema handelte. Da es sich nicht um gesamtgesellschaftliche Problematiken handelte, waren die Fronten auch niemals so verhärtet wie in den 60er Jahren. Daher waren die Proteste und die Gegenaktionen auch niemals so radikal wie zuvor.

Eine der ersten großen Protestaktionen nach den Auseinandersetzungen in den 60er Jahren war der "Ersatzgeld-Kampf" 1976. Dabei handelte es sich um eine Protestaktion gegen die Pläne einiger Bundesländer, eine Abgabe für die Studierenden der naturwissenschaftlichen Fächer einzuführen, um die erheblichen Mehrkosten, die diese Studienfächer insbesondere durch Laborkosten verursachen, zu decken.
1988/89 forderte der sogenannte "UniMut-Streik" strukturelle Reformen der Universitäten. Die Freie Universität Berlin, wo der Streik seinen Ursprung hatte, wurde für fast ein halbes Jahr besetzt.

Eine neue Welle erlebten die studentischen Demonstrationen 1997. Eine Protestaktion an der Universität Gießen gegen die Einsparungen im Bildungsbereich breitete sich auf das gesamte Bundesgebiet aus und führte zum größten Studentenprotest nach der "68er"-Bewegung.