Im
ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts kam es zu zahlreichen
Protestaktionen im ganzen Bundesgebiet. Vorherrschende Themen waren der
Protest gegen Studiengebühren und die Kritik an der
Einführung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge
im Rahmen des Bologna-Prozesses.
Einen Höhepunkt erreichten die Studentenproteste im Jahre
2009. Tausende Studenten demonstrierten gegen die Einsparungen im
Bildungsbereich, die von verschiedenen Landesregierungen wegen der
Wirtschaftskrise als notwendig erachtet wurden. Obwohl es sich dabei
primär um ein hochschulpolitisches Anliegen handelte, waren
auf den Demonstrationen auch immer wieder allgemeinpolitische
Forderungen zu vernehmen. So wurde in erster Linie gefordert, die
Kosten aus der Wirtschaftskrise auf diejenigen Schichten zu verlagern,
die vom herrschenden Wirtschaftssystem am meisten profitieren und deren
unverhältnismäßige Gewinne in den Augen
vieler Studenten für die Krise verantwortlich war.