Studentenproteste
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- on 05.17.11
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Seit
den umfassenden Protestaktionen der Studenten Ende der sechziger Jahre
des zwanzigsten Jahrhunderts kam es bis heute immer wieder zu
Protestaktionen der Studenten. Bei studentischen Demonstrationen werden
oftmals hochschulspezifische Anliegen vorgebracht, manchmal handelt es
sich jedoch auch um allgemeinpolitischen Forderungen.
Hochschulpolitische und allgemeinpolitische Proteste
Ein wichtiges Unterscheidungskriterium bei den verschiedenen
studentischen Protesten ist die Frage, ob es sich um
allgemeinpolitische oder hochschulspezifische Anliegen handelt.
In den meisten Fällen handelt es sich bei den Anliegen, die
die Studierenden im Rahmen der Demonstrationen vortragen, um
hochschulspezifische Anliegen. Die Demonstrationen gegen
Studiengebühren oder gegen die Umsetzung des Bolognaprozesses
sind aktuelle Beispiele für hochschulpolitische Anliegen. Da
es sich hierbei nur um ein bestimmtes Sachthema handelt, sind diese
Proteste meist weniger intensiv und eine Lösung oder
Verständigung ist einfacher.
Allgemeinpolitische Forderungen werden hingegen seltener propagiert,
können jedoch zu größeren Verwerfungen
innerhalb der Gesellschaft führen. Jedoch werden
allgemeinpolitischen studentische Demonstrationen heutzutage in der
Regel nur von bestimmten politischen Splittergruppierungen organisiert
und haben nur eine kleine Anhängerschaft. Eine bedeutende
Ausnahme von dieser Regel sind jedoch die studentischen Proteste Ende
der sechziger Jahre, die zu einem weitreichenden gesellschaftlichen
Wandel führten. Die sogenannten "68er" konnten eine
große Mehrheit der Studierenden mobilisieren, obwohl es sich
bei deren Anliegen nicht um hochschulpolitische, sondern um
allgemeinpolitischen Anliegen handelte.
Ein Überblick über die Geschichte der
Studentenproteste in Deutschland
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- on 17.11.10
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Studentenproteste sind ein Phänomen, dass in
größerem Umfang erst Mitte des zwanzigsten
Jahrhunderts auftauchte. Vor diesem Zeitpunkt kam es nur zu kleinen und
vereinzelten Aktionen, die auch nur geringe Wirkung hatten.
Beispielsweise kam es in den dreißiger Jahren des zwanzigsten
Jahrhunderts zu vereinzelten Aktionen gegen den Nationalsozialismus.
Dabei handelte es sich jedoch fast immer um mehr oder weniger spontane
Aktionen, an denen nur wenige Personen teilnahmen und die keinerlei
politische Auswirkungen hatten und von der Öffentlichkeit kaum
wahrgenommen wurden.
Ein Grund dafür, dass es vor 1960 kaum zu studentischen
Demonstrationen kam ist sicherlich der sozialen Herkunft der Studenten
in früheren Zeiten geschuldet. Vor der großen
Erweiterung der Studienmöglichkeiten in der Nachkriegszeit
waren die Studenten fast ausschließlich Kinder reicher
bürgerlicher oder adeliger Schichten, also gerade der
systemrelevanten Kreise dieser Zeit. Ein Protest dieser Schichten
hätte zu einem direkten Zerwürfnis mit der Familie
und außerdem zu einer radikalen Verschlechterung der
Aussichten für eine spätere Karriere
geführt. Bezeichnend ist, dass es gerade während des
Nationalsozialismus zu vereinzelten Aktionen eben dieser Schichten kam.
Obwohl im Nationalsozialismus viele der politischen Vorstellungen der
konservativen und nationalistischen Eliten umgesetzt wurden, so wurde
Hitler doch wegen seiner sozialen Herkunft von diesen Kreisen oftmals
verachtet. Bei dem von der Widerstandsforschung vielmals vorgebrachten
Heidelberger Spargelessen, bei dem sich Mitglieder einer studentischen
Verbindung über Hitler lustig machten, ist bezeichnend, dass
dabei nicht die Politik, sondern lediglich die Person Hitlers
angegangen wurde.